Vreni-Imfeld-Meyer

1911
Geburt als zweite Tochter des Seidenfärbers Johannes und Martha Meyer-Burkhard.

Vater und Grossvater waren Chemiker. Vrenis Mutter war kränklich. Die drei Jahre ältere Schwester Dorothee war eine Musterschülerin. Vreni hatte bei den gleichen Lehrern weniger Glück. Nach der Sekundarschule

1927-1930
Gewerbeschule, Fach Kunst: Textilklasse, Malen, Modellieren

Ausstellungen 1. und 2. Rang.

Bekanntschaft mit Bianca Wasmuth (spätere Ehefrau von Fis), Hildi Hess, Karl Madritsch und andere.

1931
Englandaufenthalt

in Lyme Regis mit Pfadilager in Cornwall

1934
Neuenburgersee, St. Aubin/Portalban

längerer Aufenthalt am Neuenburgersee in St. Aubin/Portalban aus gesundheitlichen Gründen. Da entstehen verschiedene Aquarelle.

Parisaufenthalt: Studentin bei Germaine Richier, die während der Kriegsjahre in Zürich bei ihrem Ehemann Otto Charles Bänninger lebte und am Hirschengraben Schüler unterrichtete.

1937
Weltausstellung Paris

Schweizer Pavillon: als Grafikmitarbeiterin mit Fis (Hans Fischer)

1938
Schweizer Wochen in Stockholm: Arbeit mit Fis

Hier lernte Vreni Laure Wyss kennen (Journalistin am Tagesanzeiger) später Patin von Tochter Annevre

1938
Mustermesse Basel/ Touristikmesse Schweiz

Arbeiten mit Fis

1938
Internationale Mustermesse Utrecht Holland

Schweizer Verkehrswerbung: Arbeiten mit Fis

1939
Schweizer Landesausstellung Zürich

Arbeiten mit Fis

Während des 2. Weltkrieges als Pfadfinderin im Flugwarndienst eingesetzt.

1940
Kunstausstellung Zürich

XXV Ausstellung Schweizerische Malerinnen und Bildhauerinnen: Mädchenkopf und Zeichnungen

1941
Turnhallengiebel Zürich

Wettbewerb 2. Rang

1941
Kunstmuseum Luzern

XX Nationale Ausstellung: Mädchenkopf in Bronze, Frauenkopf Gips in Bronze

1943/1944
Schülerin bei G.Richier

Als Schülerin lernte Vreni Hugo Imfeld kennen. Gemeinsames Arbeiten z.B. «Abgiessen von Werken von G. Richier» festigt ihre Freundschaft und tiefe Zuneigung. Hugo hat zu dieser Zeit in einer Garage neben O.CH. Bänninger ein Atelier. Er war oft bei Vrenis Eltern am Sonnenberg zu besuch, wo er aufgefüttert und als künftigen Schwiegersohn geschätzt wurde.

Während dieser Zeit hat sich mit Maine (G.Richier) und Bänni (O.CH. Bänninger) eine tiefe Freundschaft ergeben. Auch entstanden viele wertvolle Künstlerfreundschaften.

1944
Kunsthaus Zürich

Sektion Zürcher Malerinnen und Bildhauerinnen: Frauenkopf Laure Wyss, Bronze, Alte Frau Kohlenzeichnung, Zeichnung Grossvater Meyer-Burkhard, Frauenkopf Bleistift.

1944
Musée des Beaux Arts Lausanne

XVII Espos. Société Femme Peintre e Sculpture: Frauenkopf Laure Wyss und Charlotte beide in Bronze

1946
XXI Exposition Nationale des Beaux Arts

Genève: Frauenkopf Ali, Gips in Bronze.

Hugo Imfeld stellte zur gleichen Zeit den Bronzekopf seines Vaters Eduard Imfeld aus.

1946
5. September heiraten Vreni und Hugo Imfeld-Meyer

in der Kirche St. Johann ob Altendorf SZ. (Mitte Weg zwischen Innerschweiz und Zürich) Fortan wohnen die Frischvermählten bei den Schwiegereltern im Sonnenberg.

Vreni verzichtet durch ihre Heirat auf ihre eigene künstlerische Laufbahn. Es sind keine weiteren plastischen Werke mehr bekannt. Vreni hilft Hugo bei grossen Arbeiten. Sie wendet sich der Töpferei zu. Es entstehen kunstvolle Unikat-Blumenvasen aus Ton. Endliche kommen die ersehnten Kinder.

1950
Geburt des Sohnes Hans Samuel

kurz nach dem Tod des Vaters Hannes Meyer

1952
Geburt der Tochter Anna Verena (Annevre)
1953
Geburt der Tochter Franziska Regula (Fränzi)

Nun wird der Platz im Sonnenberg zu knapp und die Grossmutter Oemeli ist überfordert.

Suche nach Baugrund, Planung und Hausbau in Zumikon (Architekt Oskar Burri)

1955
Umzug nach Zumikon

Haus für die Familie und Wohnteil für die Grossmutter mit Atelier.

Unser Vater arbeitete meistens im Atelier oder war mit den vielen Haustieren beschäftigt. Unsere Mutter sorgte für unser Wohl und betreute mit Leidenschaft unseren grossen Garten und die zunehmend vergessliche Grossmutter.

Die Künstlergemeinde in Zumikon wuchs. Unser Haus war immer offen für alle Künstler-Freunde, es wurde ein reger Austausch gepflegt, mit Benni und anderen Boule gespielt.

1963-1967
Erkrankung unseres Fränzi

war eine schwere Zeit für uns durch die Erkrankung unseres Fränzi. (Leukämie) Vreni war sehr gefordert. 1967 erster Mops mit Jungen.

1968 -1993
erfolgreiche Mopshundezucht
1974/1975
junge Familie wohnt mit Samuel und Rosmarie und klein Mirjam im Elternhaus

1975 Lehrabschluss Annevre als Krankenschwester

1976
Tod von Mutter/Grossmutter Martha Meyer «Oemeli»
1976/1979
Reise nach Paros mit Hildi Hess und Bianca Fischer

Aquarellmalerei

1985/1986
drei monatiger Spitalaufenthalt Hugos mit Chemotherapie
1986
Unfalltod der beiden Schwestern von Hugo (Marie und Trudy)
1987
Tod von Schwester Dorothee Bascho-Meyer

Bis zu Hugos Schaffensende hat Vreni bei grösseren Arbeiten mitgeholfen (Abgiessen) oder war eine geschätzte Beraterin/Kritikerin auch für Malerfreunde. In der Adventszeit hat Vreni während Jahren kunstvolle Trocken-Blumengebinde gezaubert, trotz den rheumatischen Händen.

1993
erneut längerer Spitalaufenthalt von Hugo und Tod
1995
zieht Enkeltochter Mirjam ins Haus, bis Herbst 1997

Ende 1995 nimmt Vreni den Klarinettenstudent Vitalij Vosnjak zu sich, und ist ihm eine Ersatz Grossmutter

1997
Vreni stirbt in Kägiswil, während einem Besuch bei Samuel und Familie.

Bis zum Schluss hat Vreni ihren Garten gepflegt und gehegt, und für ihre Lieben gesorgt. Selten hat man sie über ihre gesundheitlichen Gebresten der letzten Jahre klagen gehört.

Zumikon 12. März 2026